Bereits 1551 soll der spanische Entdecker Francisco de Aguirre de Meneses nahe der Stadt La Serena erste Rebstöcke gepflanzt haben. Schon kurz danach wurden chilenische Weine nach Peru und Mexiko verschifft. So kaperte der englische Freibeuter Francis Drake im Jahr 1578 ein Frachtschiff, das über 1 700 Weinschläuche an Bord hatte. Die spanische Krone beendete diesen Boom durch ein Pflanzverbot, um die lukrative Ausfuhr von spanischen Weinen nach Südamerika nicht zu gefährden. Nachdem Chile im Jahr 1826 die Unabhängigkeit erlangte, blühte der Weinbau. Nach 1850 wurden bereits über 50 verschiedene Sorten angebaut, darunter auch Cabernet Sauvignon und Sauvignon Blanc. 1870 gründete Don Maximiano Errázuriz sein Weingut Viña Errázuriz, 1883 entstand Concho y Toro – Weingüter, die heute noch eine wichtige Rolle spielen. Während der Weinbau unter der Pinochet-Diktatur stagnierte, erlebt er seit 1990 einen dynamischen Aufschwung, dazu trugen auch Investitionen von europäischen Weingütern wie Miguel A. Torres, Lafite Rothschild oder Mouton Rotschild maßgeblich bei.